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28.04.2010

SOZIALE NETZWERKE DER ÖSTERREICHISCHEN KREATIVWIRTSCHAFT

Soziale Netzwerke bestimmen den Erfolg von Österreichs Kreativunternehmen

„Wie Kreativunternehmer in soziale Netzwerke eingebunden sind, hat großen Einfluss auf ihren Erfolg in der Wirtschaft. Netzwerke eröffnen Zugänge zu Ressourcen - wie finanzielle Mittel, Know-how, Ideen, Reputation, Anerkennung - und schaffen Branchenidentität, gemeinsame Werte sowie Zugehörigkeitsgefühl. Deshalb ist es sehr wichtig, die Struktur sozialer Netzwerke in der Kreativwirtschaft zu untersuchen“, sagte Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria (cwa) gestern, Mittwoch, bei der Präsentation der Studie „Netzwerke der österreichischen Kreativwirtschaft“. Die Studie zeigt klar, dass die Kreativwirtschaft über gut etablierte Netzwerke und viele branchenübergreifende Verbindungen sowie über eine eigenständige Struktur verfügt. „Maßgeblich für den Erfolg von Kreativleistungen sind gute Vernetzungen. Kreativleistungen schaffen Umsatz, Markenwert, Qualität und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus ermöglichen sie oft, Entwicklungs- und Produktionskosten zu senken. Die creativ wirtschaft austria hat sich die Bewusstseinsbildung und Stärkung dieses Wissens in der traditionellen Wirtschaft und in der Politik zur Aufgabe gemacht. Die Ergebnisse der Studie werden Ausgangspunkt weiterer gemeinsamer Schritte der cwa, WKÖ und des Wirtschaftsministeriums sein“, so Leimüller.

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie zwischen den einzelnen Bundesländern und Teilbranchen: Wien ist das Zentrum der österreichischen Kreativwirtschaft, in dem 45 Prozent aller Netzwerkangehörigen tätig sind, weitere Hubs sind Graz und Dornbirn.In Wien ist der Vernetzungsgrad, vor allem innerhalb der Branchen, dicht und es sind starke Ressourcen vorhanden. Die vorhandenen Stärken Wiens könnten durch die Verbindung von Subzentren sogar noch gestärkt werden. Oberösterreich und auch Salzburg weisen ebenfalls Stärken im Vernetzungsgrad auf. Potential liegt aber noch in der Entwicklung einer gemeinsamen Identität. Insbesondere in Oberösterreich bestehen nebeneinander unterschiedliche Gruppen, die von einer engeren Kooperation profitieren könnten. Auch zwischen den Teilbranchen der Kreativwirtschaft gibt es Unterschiede. In der Design Szene, die den größten Bereich der Kreativwirtschaft ausmacht, ist der Vernetzungsgrad überraschend gering. Die Netzwerke der Musikwirtschaft und der Mode verfügen über vergleichsweise weniger Ressourcen, punkten aber mit einer starken Identität nach Außen. Die Studie wurde von der cwa bei FAS.research in Auftrag gegeben und mit Unterstützung von evolve, der Initiative des Wirtschafsministeriums zur Förderung der Kreativwirtschaft, erstellt. Dabei untersuchte das Team um den Netzwerkspezialisten Harald Katzmair die Kanäle, über die sich Unternehmer Zugang zu Ressourcen unterschiedlichster Art verschaffen, die Schlüsselpersonen in diesen Netzwerken und ihre branchenspezifischen Rollen. Der nächste konkrete Schritt wird mit der österreichweit angelegten Crowd-Sourcing Initiative des Wirtschaftsministeriums gesetzt, in deren Rahmen Ideen für die stärkere Vernetzung der Creative Industries entwickelt werden sollen. Für potenzielle Auftraggeber von Kreativleistungen soll damit auch ein klares Profil dieser Berufsgruppe entstehen. Übergeordnetes Ziel der Maßnahmen ist es, Österreich als Kreativwirtschaftsnation weiter auszubauen.

The Gap hat zur Studie ein Interview mit Dr. Katzmair geführt, das auf der Website von The Gap nachgelesen werden kann. Ab kommender Woche folgen wöchentlich weitere Interviews und Portrais von Netzwerkern aus der Studie!

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11.05.2012

MuseumsQuartier Wien, Ovalhalle & Arena

KOOPERATIONSBÖRSE MODE 2012 Tradition trifft Innovation

12.03.2012

Dachgeschoß, EventCenter der Erste Bank, Petersplatz 7, 1010 Wien

AVISO: EXCHANGE - NETZWERKTREFFEN FÜR KREATIVUNTERNEHMERINNEN Save the date!