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20.02.2008

IFPI DIGITAL MUSIC REPORT 2008

Umsatz und Wachstum der Musikindustrie

Die International Federation of the Phonographic Industry untersucht jedes Jahr den Umsatz und das Wachstum der Musikindustrie im digitalen Bereich.

  • Die weltweiten digitalen Musikverkäufe erreichten in 2007 rund 2,9 Milliarden Dollar (ca. 2 Milliarden Euro), eine Steigerung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Anzahl der Single-Track Downloads stieg (inklusive der Tracks auf digitalen Alben) um 53 Prozent auf 1,7 Milliarden Tracks an.
  • Weltweit gibt es derzeit mehr als 500 digitale Downloadservices, die insgesamt knapp 6 Millionen Tracks anbieten - bei weiterhin stark steigender Tendenz
  • Top-Seller bei den Online-Sales ist Avril Lavigne, mit insgesamt 7,3 Millionen Track-Downloads ihres Songs "Girlfriend".
  • Der Anteil der Digitalumsätze am Musikmarkt erreicht weltweit bereits 15 % - damit ist die Musikbranche neben der Gamesbranche führend beim Digitalvertrieb. Bei Filmen erreichen die digitalen Sales lediglich 3 Prozent, bei Büchern 2 Prozent und bei Zeitungen 7 Prozent des Gesamtumsatzes.
  • Online-Piraterie und die mangelnde Interoperabilität der verschiedenen Angebote wirken hemmend auf die Entwicklung des Digitalmarktes.
  • Größter Digitalmarkt der Welt sind die USA mit einem Anteil von 39 Prozent an den gesamten Musikverkäufen im 1. Halbjahr 2008
  • Nach Auswertungen unterschiedlich angelegter Langzeitstudien aus 16 verschiedenen Ländern schätzt die IFPI, dass weltweit mehr als 40 Mrd. Dateien illegal aus Tauschbörsen bezogen wurden. Damit kommen auf einen legal gekauften rund 20 illegale Songs.
  • Der effizienteste Weg zur Bekämpfung der Internetpiraterie führt nach Ansicht der Musikindustrie über eine Kooperation mit den Internet-Service-Providern (ISPs). Befragungen in England und Frankreich haben ergeben, das 70 bis 90 Prozent der Befragten das illegale Herunterladen einstellen würden, wenn sie vom ISP mit einem Warnhinweis dazu aufgefordert würden.